> 32. Real-Berlin-Marathon <

> Datum: 25. September 2005
> Ort: Berlin
> Distanz: 42,195 Kilometer
> Information: Real-Berlin-Marathon.com
> Strecke: Flach, Start und Ziel am Brandenburger Tor
> Finisher: 24495 Männer, 5864 Frauen
> Hobbyjogger: Nicklars, Marwin, Darian
> Ergebnisse: PDF
> Urkunden: Nicklars - Marwin - Darian
> Fotos vom Lauf

> Bericht:
Hobbyjogger in Berlin
Zu Weihnachten hatten Marwin, Nicklars und Darian die Marathonteilnahme inklusive 4-Tage-Kurztrip nach Berlin geschenkt bekommen.

Nach monatelangem Training, in dem wir hunderte, eher sogar tausende Kilometer zurückgelegt hatten, fuhren wir am Donnerstag, den 22.09.2005 voller Erwartungen in die Hauptstadt, um bei unserem bisher größten und wichtigstem Lauf mitzumachen, der alle anderen Läufe ein kleines Stück in den Schatten stellen sollte.

40 000 Läufer wurden erwartet, dazu 1 Million Zuschauer an der Strecke, eine der vier größten Laufveranstaltungen der Welt. Athleten aus 104 Nationen sollten am Start sein, darunter alle Topfavoriten aus Kenia und die japanische Olympiasiegerin. Der Marathon wurde per TV in zig verschiedene Länder übertragen.

In Berlin warf der Marathon seine Zeichen in den Tagen davor voraus. Ein noch größeres internationales Publikum als sonst war zu Gast, neben sämtlichen deutschen Dialekten, konnte man nahezu alle Sprachen hören, besonders dänisch, englisch, niederländisch, französisch und japanisch. Egal ob singende Italiener, rocktragende Schotten oder als Asterix verkleidete Franzosen, man bekam alles zu sehen. Auf zig Plakaten, in der Zeitung und im Radio wurde der Marathon groß angekündigt; Straßensperrungen wurden gemacht und die blaue Ideallinie war schon auf allen Straßen eingezeichnet.

Von unserem Appartement aus machten wir in den Tagen vor dem Lauf Sightseeing, besichtigten Gendarmenmarkt, Brandenburger Tor, die Museumsinsel, waren im KaDeWe, auf dem Fernsehturm am Alexanderplatz, im Sonycenter und im Berliner Zoo.

Freitagnachmittag holten wir uns auf dem Messegelände unsere Startunterlagen ab. Schon dort wurde einem die große Dimension dieses Massenlaufes bewusst, wenngleich auch der Ruhrmarathon sich hier nicht verstecken muss.

Am Samstagmorgen lud der Hauptsponsor Real die Läufer um 9:30 Uhr zum Frühstuckslauf vom Schloss Charlottenburg bis ins Olympiastadion ein. Es galt sich zusammen mit ca. 10 000 anderen Läufern in ganz langsamem Tempo sechs Kilometer einzulaufen um danach gemeinsam zu frühstücken. Der Lauf brachte jede Menge Spaß; es war ein tolles Erlebnis ganz entspannt mit den vielen Gleichgesinnten eine Runde joggen zu gehen und ins Olympiastadion einzulaufen. Der Hauptsponsor Real ließ sich nicht lumpen und es gab Rosinenbrötchen, Milchgetränke, Tee, Bananen, Äpfel, Müsliriegel und Joghurt en masse für alle.

Am Samstagabend feuerten wir dann die tausenden von Rollerskatern an, die schon jetzt ihre 42,195 Kilometer bewältigen mussten.

Am Sonntagmorgen standen wir um 7 Uhr auf, gespannt und nervös, denn heute wollten wir topfit sein, damit sich das monatelange Training auch bezahlt machen würde. Ein schlechter Tag und die ganzen Anstrengungen würden nicht vollends belohnt werden.

An der Reichstagswiese im Start- und Zielbereich herrschte schon reges Treiben, wir gaben unsere Klamottensäcke ab und bewegten uns in den Läufermassen zum Startbereich. Nicklars startete im Feld C, Marwin und Darian im Starterfeld E.

Das erfreuliche Gesamtergebnis: Darian erreichte bei seinem ersten Marathon eine Zeit von 3:43 Stunden und erreichte den 18.Platz in der männlichen Jugend A. Hatte er auf der ersten Hälfte seine Halbmarathonbestzeit auf 1:36 Stunden katapultiert, musste er erkennen, dass Marathon eine ganz ganz harte Sache ist. Trotz seines Einbruches erreichte er eine tolle Zeit.

Marwin war die erste Hälfte mit Darian gelaufen, brach jedoch nicht so stark ein, und erreichte das Ziel in 3:25 Minuten; ebenfalls eine sensationell gute Leistung. Er konnte jedoch, wie viele andere Läufer auch, nicht an seine Topzeit von 3:17 Stunden herangelangen, da die Temperaturen für die Jahreszeit ziemlich drückend waren und von vielen als hinderlich empfunden wurden.

Nicklars bestätigte seine derzeitige Bestform und lief in 2:50 Stunden ins Ziel. Lange Zeit hatte alles sogar noch auf eine bessere Zeit hingedeutet, doch auch er brach nach 35 km ein und musste dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen. Die erste Hälfte hatte er in 1:20 Stunden, die zweite in 1.30 Stunden hinter sich gebracht.

Alles in allem ein absolutes großartiges Event, dass wir niemals vergessen werden. Wann wir jedoch den nächsten Marathon laufen, bleibet abzuwarten, zu gut sind uns die Leiden noch in Erinnerung.

> Platzierungen (Männer):
1. Platz:  Philip Manyim  -  02:07:41 h  -  Kenia
2. Platz:  Peter Chebet  -  02:08:58 h  -  Kenia
3. Platz:  Jackson Koech  -  02:09:07 h  -  Kenia
445. Platz:  Nicklars Achenbach  -  02:50:33 h  -  Hobbyjogger.de  -  Altersklasse MHK: 81.Platz
3770. Platz:  Marwin Achenbach  -  03:25:35 h  -  Hobbyjogger.de  -  Altersklasse MHK: 415.Platz
7361. Platz:  Darian Achenbach  -  03:43:18 h  -  Hobbyjogger.de  -  Altersklasse MJA: 19.Platz
24495.Platz:  Erhard Zipplies  -  07:06:02 h  -  BSV Bramfeld