> Conergy Marathon Hamburg <

> Datum: 23. April 2006
> Ort: Hamburg
> Distanz: 42,195 Kilometer
> Information: Marathon-Hamburg.de
> Strecke: Start und Ziel an der Messe, Strecke durch Hamburg
> Finisher: 13250 Männer, 3125 Frauen
> Hobbyjogger: Nicklars, Darian
> Ergebnisse: Top 200 Männer
> Urkunden: Nicklars - Darian
> Fotos vom Lauf

> Bericht:
Hamburg-Marathon als erstes Saisonhighlight
Zum Hamburg-Marathon, der am 23.April die Saison der großen Marathonläufe eröffnete, reisten die Hobbyjogger mit Marwin, Nicklars und Darian an, wobei Marwin sich diesmal aufgrund fehlender Trainingszeit auf die Unterstützung seiner jüngeren Brüder beschränkte.

Schon am Freitag reiste man am, um möglichst viel von der Stadt zu sehen, übernachtet wurde mit vielen weiteren Läufern gemeinsam im Radison-Hotel, welches ganz nah am Start und Zielbereich lag.

Nach Hafenfahrt, Frühstückslauf am Samstagmorgen und Besuch des Spieles HSV-Leverkusen in der AOL-Arena stand das Highlight des Hamburgtrips am Sonntagmorgen um 9 Uhr an. Nachdem es am Vortag geregnet hatte herrschte nun ideales Marathonwetter und die Bühne war gerichtet. Darian, der seinen zweiten Marathon lief, hoffte auf eine Verbesserung seiner 3:43 Stunden-Zeit aus Berlin. Nicklars wusste, dass er es schwer haben würde seine 2:50 Stunden aus Berlin, als er in Topform und bestens vorbereitet war, unterbieten zu können, wollte jedoch auch wieder alles geben.

Die Stimmung an der Strecke war in Hamburg wirklich einzigartig. An einigen Stellen, etwa an den Landungsbrücken, wurden absolute Volksfeste gefeiert und die Läufer wurden frenetisch nach vorne gepeitscht.

Darian lief planmäßig an und schaffte den Halbmarathon in 1:36 Stunden. Doch nun sollte natürlich die absolut schlimmste Passage noch kommen… Auch Nicklars startete stark und lief in 1:18:14 Sekunden auf die Sekunde genau seine Halbmarathonbestzeit. Er wusste, dass er ohnehin einbrechen würde, egal wie schnell er angehen würde. Er hatte in der Vorbereitung keinen einzigen Drei-Stunden-Lauf gemacht und wollte auf der ersten Hälfte die nötigen Minuten für seine Bestzeit herausholen, auch wenn diese Taktik in jedem Marathon-Trainings-Buch zerrissen würde.

Auf der zweiten Hälfte ging dann der Einbruch los. Nach Kilometer 35 ging bei unseren beiden Hobbyjoggern kaum noch etwas. Darian brach trotz intensiven Trainings wieder ein, diesmal jedoch nicht ganz so, wie in Berlin. Er schaffte es am Ende seine Bestzeit um 7 Minuten auf 3:36:11 Stunden zu verbessern. Ein schöner Erfolg, wenngleich er allzu gerne die 3:30-Marke geknackt hätte.

Nicklars signalisierte Marwin bereits bei Kilometer 27, dass er mit seinen Kräften praktisch am Ende war. Hier hatte er noch 1:10 Zeit für die letzten 15 km und für die Verbesserung seiner Bestzeit. Das musste doch trotzdem irgendwie zu schaffen sein. Bis Km 30 war von der nachlassenden Form bei den Zwischenzeiten jedoch wenig zu spüren, denn da stand die Uhr noch bei erstaunlich starken 1:52 Stunden. Auf den nächsten Kilometern begann die absolute Quälerei, der Marathon begann! Nur Leute die selbst gelaufen sind, kennen dies. Bei Km 38 war die Muskulatur schließlich völlig zu, und erstmalig in seiner Laufkarriere musste Nicklars ein Stück gehen. Bestzeiten und Kilometerschnitte waren ihm zu diesem Zeitpunkt völlig egal, so ausgepowert und leer ist man an dieser Stelle. Andere Läufer kamen vorbei, und klopften ihn aufmunternd ab. Auch Rolf Aldag, der ehemalige Radfahrer, lief vorbei. Der härteste Moment bisher in einem Lauf für unseren Hobbyjogger! Ein Zuschauer gab ihm zwei Stücke Traubenzucker, die Fans feuerten weiter an. Nicklars sagte ihnen, dass er platt sei, doch das ließen diese nicht gelten. Er fing an langsam weiterzulaufen, die Zuschauer, die dies sahen spendeten ihm den größten Applaus. Bei Km 39 verriet ein Blick auf die Uhr, dass noch exakt 17 Minuten für die neue Bestzeit übrig waren. Der Traubenzucker fing an zu wirken, und die Stimmung wurde immer euphorischer. Da musste noch einfach was gehen! Die Uhr tickte…Nach den längsten 3,195 Kilometern seiner Laufbahn war es schließlich geschafft, und Nicklars setzte sogar noch einmal zum Zielsprint an: In 2:48:38 Stunden war doch noch die neue Bestzeit nach Hause gelaufen und sogar ein Schnitt von 15 km/h erreicht. Platz 190 bei den Männern lässt sich natürlich super sehen, da Nicklars fast 99% (!) der anderen Läufer in diesem in der Spitze international und vor allem national super besetzten Events, das insgesamt ca. 23 000 Teilnehmer hatte, hinter sich ließ.

Nach dem Lauf waren Nicklars und Darian erstaunlicherweise wieder schnell relativ gut erholt. Auch diesen Marathon werden sie sicherlich nie vergessen!

> Platzierungen (Männer):
1. Platz:  Julio Rey  -  02:06:52 h  -  Spanien - adidas international
2. Platz:  Robert Cheboror  -  02:07:37 h  -  Kenia
3. Platz:  James Rotich  -  02:09:25 h  -  Kenia
190. Platz:  Nicklars Achenbach  -  02:48:38 h  -  Hobbyjogger.de  -  Altersklasse MH: 47.Platz
3787. Platz:  Darian Achenbach  -  03:36:11 h  -  Hobbyjogger.de  -  Altersklasse MH: 343.Platz
13250.Platz:  Marcus Przywara  -  06:32:09 h  -  Offizierschule der Lw